Carl-Lueg-Stiftung

2006 gründet Theo Siegert die Carl Lueg-Stiftung als rechtlich unselbstständige Stiftung unter der Haniel-Stiftung. Sie ist nach seinem Ururgroßvater Carl Lueg benannt, der wie sein Vater Wilhelm Lueg wesentlichen Anteil am Wachstum der GHH hatte.

Lueg Pokal Carl Lueg (*1833 in Sterkrade, † 1905 in Düsseldorf) kam als junger Ingenieur zu Jacobi, Haniel und Huyssen. In den entscheidenden Wachstumsjahren war er 30 Jahre lang Generaldirektor der Aktiengesellschaft Gute Hoffnungshütte (GHH). Zuvor hatte sein Vater Wilhelm Lueg die GHH geleitet, er gilt als der erste Manager in Deutschland. Carl Lueg begründete den „Verein Deutsche Eisenhüttenleute“ neu, 25 Jahre war er dessen Vorsitzender. Besondere Verdienste erwarb sich Carl Lueg in Fragen der betrieblichen Sozialpolitik sowie in der Wirtschaftspolitik. Vor allem die Ausbildung junger Menschen lag ihm am Herzen.

Ziel der Stiftung, deren jährlicher Etat ca. 70 T€ beträgt, ist die Nachwuchsförderung, insbesondere die Ausbildungsförderung junger Menschen:

  • z. B. für Kinder von Haniel-Mitarbeitern
  • oder für Studenten im Rahmen des Schmalenbach-Stipendiums

In das Schmalenbach-Stipendium wurden bisher 134 Stipendiaten aufgenommen. Das Förderungsbudget belief sich auf 250.000 €. Aktuell werden 56 Stipendiaten gefördert, die sich über die Schmalenbach-Stiftung auch untereinander vernetzt haben.

Ansprechpartner:

  • Dr. Rupert Antes, Geschäftsführer, Haniel-Stiftung, Duisburg
    Kontakt: rantes@haniel.de
  • Dr. Maria D. Engels und Dr. Simone Bender, Geschäftsführerinnen, Schmalenbach-Stiftung, Köln
    Kontakt: engels@schmalenbach.org; bender@schmalenbach.org

Die Lueg-Legende - Der Pokal

Lueg Pokal

Der Vater Carl Luegs, Wilhelm Lueg, ist Mitbegründer und Motor der GHH. Unter anderem gelingt es ihm, über Lola Montez, die Geliebte des bayerischen Königs, einen Schienenauftrag zu akquirieren. Für diesen Auftrag bedankt sich das Direktorium der GHH bei ihm mit dem Lueg-Pokal. 1966 erwirbt Franz Hilger den Pokal von einem Familienmitglied in Südamerika zurück. So weit die Legende. Unter Archivaren existiert eine nüchternere Version der Geschichte. So vermutet Archivoberrat Dr. Tröger, dass es sich bei dem Pokal „um ein Geschenk zum 60. Geburtstag von Lueg im Jahre 1852“ handelt. Theo Siegert (*1947), der den Pokal erbte, schreibt hierzu an Ewald Hilger: „Familienlegenden sind noch nie durch Fakten zerstört worden.“

Ausstellungshistorie:
  • 1996 - Ausstellung im Haniel-Museum, Duisburg
  • 1999 - Feuer und Flamme - Das Ruhrgebiet im Industriezeitalter, Gasometer Oberhausen
  • 2001 - Eisenbahnen in Bayern, Bayerisches Staatsarchiv München
  • 2008 - Gründerzeit 1848-1871, Deutsches Historisches Museum, Berlin